VT Friday News #9: Was heißt es, als Typ „in der Kraft“ zu sein?

November 10, 2017

VT Friday NewsWie wir schon in einem der letzten Beiträge gesehen haben, gibt es keinen guten oder schlechten Typ. Oma hat immer gemeint, dass es nicht darauf ankommt, was für ein Typ man ist. Vielmehr ist es wichtig, ob man „in der Kraft“ ist oder nicht.

Heute schauen wir uns mal genauer an, was es denn heißt, „in der Kraft zu sein“.

In unserem Buch „Die Vintschger Typenlehre – Sich selbst und andere bessere verstehen“ haben wir das so formuliert:

Jeder Typ ist anders und es kommt darauf an, ob er annimmt, was er für ein Typ ist, sich der damit verbundenen Stärken bewusst wird und sie fördert, sowie die damit verbundenen Schwächen ehrlich anschaut und angeht. Gerade die Schwächen dienen der eigenen Weiterentwicklung und die dort bestehenden Hindernisse führen zur Reife der Persönlichkeit.

Im Laufe eines Lebens kann man den Typ nicht verändern (dazu ein anderes Mal mehr), aber ich kann meine Stärken ausbauen und an meinen Schwächen arbeiten.

Stärken und SchwächenWie baue ich Stärken aus?

  • Eine Sonne kann sich ihrer Art, Begeisterung nicht nur zu empfinden, sondern auch auszulösen, sehr wohl zunutze machen, indem sie diese Gabe in ihrem Beruf einsetzt oder sogar in ihre Berufswahl miteinschließt.
  • Wie der Vollmond die Sanftheit, die er ausstrahlt,
  • die Sonnenfinsternis ihre natürliche Gabe des Strukturierens
  • und der Neumond seine Fähigkeit, klar die Dinge anzuschauen und auch zu benennen.

Wie arbeite ich an meinen Schwächen?

Und was ist damit gemeint, dass sie der eigenen Weiterentwicklung dienen? Wir können auch hier nur Beispiele nennen:

  • Der Neumond muss sich klar sein, dass er bei Weitem nicht so transparent ist, wie er manchmal selbst meint. Für ihn gilt: Auf Leute zugehen und zu kommunizieren, nicht nur einfach auf die zwei Methoden des Rückzugs oder Wutausbruchs zurückzugreifen. Das isoliert ihn nicht so sehr und führt ihn dazu, sich nicht mehr so unverstanden zu fühlen.
  • Eine Sonne hingegen kann durchaus lernen, sich ein wenig zurückzunehmen. Dass sie nicht auffällt, ist eher unwahrscheinlich, es gilt daher eher für sie, auch anderen einen Platz zu lassen. Damit verringert sie den Neid der Leute, die das auch gerne hätten, aber es nicht so in die Wiege gelegt bekommen haben, sich in Szene zu setzen. Und gleichzeitig verausgabt sie sich nicht so, denn ständig im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen ermüdet…
  • Die Sonnenfinsternis tendiert dazu, alles zu zerdenken und zu zerreden. Für sie gilt zu verstehen, dass auf dem eigenen Schiff der Kapitän die Seele und nicht der Kopf ist. Dieser ist der Steuermann – unbestritten wichtig in seinem Job, aber in seinem begrenzten Rahmen. Wie auch Worte nicht alles ausdrücken und lösen können. Wenn sie das versteht – und das ist bei einer Sonnenfinsternis ein wichtiger Schritt: erkennen und akzeptieren – dann kommt sie mehr ins Gefühl und quält sich auch weniger.
  • Vollmonde überlassen gerne anderen die Verantwortung, ärgern sich aber danach darüber, dass über sie hinweg entschieden wird. Sie müssen daran arbeiten, ihre Schüchternheit zu überwinden, aber auch ihre „Unschuld“ aufzugeben – denn wer Verantwortung übernimmt, hat auch die „Schuld“ an den Konsequenzen und ist kein Opfer davon. Das Aufgeben der Opferhaltung bringt den Vollmond dazu, viel mehr zum „Schmied des eigenen Glücks“ zu werden, vom Jammern in die Handlung zu kommen.

Nächsten Freitag erzählen wir euch, welche Schritte ihr unternehmen könnt, um in die Kraft zu kommen!

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