Bin ich ein Mischtyp?

April 6, 2018

VT Friday News #25

„Die Anzahl der Mischtypen [hat sich], seit ich klein war, drastisch verringert. Heutzutage sind die meisten Menschen einem [Vintschger] Typ zuzuordnen. Meine Oma hingegen hat mir erzählt, dass es zu ihrer Zeit, als ich noch gar nicht auf der Welt war, nicht wenige Mischtypen gab. Sie erklärte es damit, dass sich die Welt immer schneller verändert.

Eine andere Erklärung könnte auch die sein, dass Oma mit ihrem Wissen hinter dem Berg hielt, bis ich geboren wurde und so gesehen zwischen ihrer Großmutter und mir niemande

n zum Üben hatte. Vielleicht ist sie von mehr Mischtypen ausgegangen, als es tatsächlich waren. Genau werden wir es nie wissen …“

Gibt es Mischtypen

(Die Vintschger Typenlehre, Sich und andere besser verstehen, 2011)

 

Wahr ist, dass wir immer wieder Menschen begegnen, die überzeugt sind, ein Mischtyp zu sein. Doch in meiner Erfahrung sind es die wenigsten. Manche sind von einem anderen Typ stark beeinflusst, weil der in der Familie erwünschter war, manche von einem Elternteil stark geprägt. So sage ich immer, dass alle meine Kinder von mir „neumondverseucht“ sind 😉 Auch wenn ich es – wie es sich für einen Neumond gehört – negativ formuliere, ist es tatsächlich so, dass man bei allen Kindern spürt, dass ein Neumond sie geprägt hat. Bis dahin, dass manche von ihnen sogar als Neumond gedeutet wurden. Mit allen Vor- und Nachteilen. Sie können sich zumeist problemlos abgrenzen, Nein sagen und scheuen sich nicht, Konflikte auszutragen und Position für sich einzunehmen.

Wichtig: Geht erst einmal davon aus, KEIN Mischtyp zu sein. Die sind wirklich äußerst selten. Hingegen ist es durchaus möglich eine vollmond-geprägte Sonne oder eine neumond-geprägte Sonnenfinsternis zu sein.   

Wie man herausfindet, ein Mischtyp zu sein?

  • Indem man sich klar macht, wer was in der Herkunftsfamilie war,
  • mit wem man sich am besten verstand („ich möchte so gerne sein wie…“),
  • mit wem das Verhältnis am konfliktreichsten war („so möchte ich nie werden…“),
  • wie die Familiendynamiken funktionierten (Wer hatte das Sagen? Wer bekam am meisten Aufmerksamkeit? Wer erschien als der Schwächste, der Beliebteste, der Unbequemste? etc. etc.).
  • Indem man sich auch mit denen auseinandersetzt, die auch die Vintschger Typenlehre kennen, denn gerade wenn es darum geht, einen Mischtyp zu erkennen, braucht es auch einen Außenblick – bestenfalls mehrere.

Im Zweifelsfall könnt ihr auch gerne für eine Beratung zu mir/uns kommen.

VT Friday News

4 Antworten auf Bin ich ein Mischtyp?

  • Wenn der Vater ein reinrassiger Neumond war und die Mutter ein unendlich weicher Vollmond, kann der Sohn dann eine Sonnenfinsternis mit viel Sonne im Gemüt werden? Und wie! Der Beweis ist erbracht, seit Astrid mich als Sonnenfinsternis identifiziert hat. Kein Mischtyp, nur Sonnenfinsternis.
    In den ersten Monaten meiner „Feldstudien“ (Anwendung der VT bei Freunden und Bekannten) war ich immer geneigt, Mischtypen zu erkennen. Nach genauerer Analyse, wie man sie ja von der Sonnenfinsternis erwarten kann, zeigte sich aber stets, dass es nur Bequemlichkeit war, die zur falschen Einordnung führte. Mit ein bisschen mehr Beobachtung und Mühe kamen dann jedesmal die wahren Typen zum Vorschein – und meistens auch der Grund, warum ich zunächst an eine Mischform glaubte. Oft war es ein eingeschränkter Blickwinkel, weil ich eine gewünschte Eigenschaft in die Person hineininterpretierte, statt neutral und sachlich zu beobachten.
    Fazit: In über zwei Jahren mit der VT habe ich keinen Mischtyp gefunden.

    • Hallo Roger,
      danke für Dein Feedback. So ist es. Genauer hinschauen und es wird meist klar, dass es sich nicht um einen Mischtypen handelt.
      Nebenbei bemerkt: Ja, wir wissen nicht, wie ein Typ zustandekommt. Es hängt nicht davon ab, was Vater oder Mutter für ein Typ waren, keine Sternenkonstellation, von der wir wissen – nur, dass die Entscheidung schon vor dem Mutterbauch getroffen wurde, denn da ist der Typ schon klar.

      • Das leuchtet mir ein, ich meine auch, dass man bei Babys und Kleinkindern den Typ leichter identifizieren kann, weil sie sich nicht so verstellen können und nichts anderes sein wollen als das was sie sind.

        • Was das angeht, ja, das stimmt. Aber bei Babys und Kleinkindern muss man sich auch die Zeit nehmen zu schauen, wie sie sich entwickeln. Sie können sehr stark mit der Mutter verbunden sein, die abfärbt. Überhaupt gilt beim Typ Erkennen: Geduld und genau beobachten.

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