VT Friday News #22
Oft werden wir gefragt, ob es möglich ist, den Typ zu ändern. Nein, können wir nicht. Auf das “Wieso nicht?” hingegen können wir keine Antwort geben. Glaubt mir, die Frage ist mir auch gekommen, als ich klein war. Oma hat darauf mit einem nachsichtigen Lächeln geantwortet: „Es ist einfach so.“ Dabei hat sie mir zu verstehen gegeben, dass ich als „Kopfete“ wieder mal die falschen Fragen stelle und auf die auch noch Antworten haben möchte.
Als ich dieses Buch auf Pixabay gefunden habe, habe ich auch ein gutes Beispiel dafür gefunden: Ein Schuh bleibt ein Schuh. Ein Turnschuh ein Turnschuh. Was sich ändern kann, ist die Größe, aber nicht die Tatsache, dass es ein Turnschuh ist… Jetzt erscheint es mir selbst logisch…
Wir kommen demnach als ein bestimmter Typ auf die Welt und bleiben es. Das Einzige, worauf wir Einfluss haben, ist, ob wir als dieser oder jene Typ „in die Kraft kommen“ (worauf wir ja schon ausführlich eingegangen sind).
Natürlich kann es passieren, dass ich mein Leben lang mich bemühe, ein gewisser Typ zu sein, obwohl ich es gar nicht bin. Ganz viele Menschen z.B. „spielen“ den Typ Sonne, denn er erscheint es auf dem ersten Moment viel leichter zu haben als andere. Er zieht mit seinem Charisma die Leute an, ist oft beliebt und kann sich Vieles leisten, bevor ihm jemand böse ist.
Viele Frauen hingegen geben alles, um der Rolle der Vollmondfrau gerecht zu werden, die nach wie vor am meisten den Weiblichkeitsklischees entspricht: sensibel, zurückhaltend, schüchtern, konfliktscheu und harmoniebedürftig.
Aber ich kenne auch einige, die den coolen Neumond heraushängen lassen oder intellektuell wie eine Sonnenfinsternis sein mögen. Man muss nicht in der Vintschger Typenlehre bewandert sein, um zu erkennen, dass bei solchen Menschen etwas nicht stimmt, sie irgendwie nicht ganz authentisch sind. Sie eine Maske aufgesetzt haben, dahinter aber eigentlich anders sind. Mit der VT kann man es sich erklären.
Wir können von anderen Typen lernen, so kann ich mir als Neumond sehr wohl was von der Leichtigkeit der Sonne abschauen, aber nur, wenn ich mir von vorne herein abschminke, dass ich ihr Level an Lässigkeit nicht erreichen werde. Damit erspare ich mir viel unnützen Energieaufwand. Das ist mir nicht in die Wiege gelegt worden. Dafür muss ich mich auch nicht mit der Schattenseite dieser Eigenschaft auseinandersetzen, denn wie Oma schon immer sagte, ist es damit wie mit einer Medaille, sie hat zwei Seiten. Die Leichtigkeit zum Beispiel bringt auch mit sich, nicht so ernst genommen zu werden wie andere.
Aber wie gesagt, als Neumond bleibe ich ein Neumond – und jeder Typ, wie er auf die Welt gekommen ist. Mit Omas Worten: „Weil es eben so ist.“
Schönes Wochenende noch!
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